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Freitag, 30. Juli 2010

Style Control

Jaja, der Orientalismus hat Einzug in die Mode gehalten. Was bei Stoffhosen noch geht, weil das Material weich fällt, sieht bei Jeans so aus, als ob man als Frau die Hosen des übergewichtigen Onkels aufträgt. Und dabei gucken sich Männer doch sooo gerne knackige Jeanspos an. Hier gibts nix mehr zu gucken....




















Da kann der Look ganz in Schwarz noch so gut aussehen: weiße BH-Träger dazu gehen gar nicht. Bunt - okay. Aber Weiß und Hautfarben sind hier ein No-go. Vor allem: warum???









Ach ja, metrosexuelles Stylo-Berlin: Retrolook ist dabei ganz wichtig. Wer hätte gedacht, dass die Gürteltäschchen wiederkommen? Was man hier nicht gut erkennt: die Hose hat lauter kleine Pünktchen. Was hätte der junge Mann wohl gesagt, wenn ihm seine Mami dieses Outfit als 15-jährigem ans Herz gelegt hätte?





Einfach süß, oder?

Dienstag, 27. Juli 2010

Wen man morgens so aufm Postamt trifft. In Berlin-Schöneberg, wohlgemerkt, nicht in Kansas City...

Donnerstag, 17. Dezember 2009


Dieser Slip ist eindeutig evangelikal konnotiert. Denn die Anerkennung, dass eine junge Frau durchaus Dates hat (und nicht zuhause auf einen von den Eltern anarrangierten Ehemann wartet), kombiniert mit der Vorstellung, dass sie bei dem ersten Date keinesfalls Sex haben will/darf und wird - das ist puritanische amerikanische Datinglogik. Außer natürlich, diese heißen Höschen sollen dazu dienen, gleich in der ersten Liebesnacht die Spreu vom Weizen zu trennen - der Mann, der da noch bleibt, ist allerfeinstes Beziehungsmaterial.

Sonntag, 15. November 2009

Neukölln ist unter anderem dort, wo junge Damen es in ihren hochhackigen weißen Kunstlederstiefeln in einer Ampelphase fast nicht über die Straße schaffen.

Samstag, 29. August 2009


Ronny war da und Chantal und Enrico und auch Mandy. Glitzer-u. Leopardentops. Jacqueline mochte weiße Leggins. Mario trug ne Armyhose. Mut zu Gel im Haar. Blonde Strähnchen oder auch schwarze ein Muss. Wir tanzten zu Vanilla Ice und Salt 'n Peppa und Right Said Fred und Snap. Leider gehörte der ADAC-Pokal aufm Tisch doch schon jemandem. Und Mandy und Ronny auch. #pavillon_volkspark_f'hain

Samstag, 22. August 2009

Style Control:

Hosenträger über weißem Feinripp: Ja, retro ist schick in den Berliner Szenebezirken. Aber so richtig sitzen tut der Dress bei dem jungen Herrn in der Mitte. Wie angegossen. Und äußerst nett anzusehen auch noch, wie die Damenwelt befand. Gratulation!

@bar25, F'hain

Mittwoch, 5. August 2009

Style Control

Momentan fühlt man sich in Berlin wie in einer Gladiatorenarena, Ledersandalen überall. Ganz fies, wenn sich schwarze Lederriemchen um bleiche Fußgelenke schnüren. Schön hingegen, wenn braune Lederriemen an gebräunten Fesseln von langen Beinen zu sehen sind. Ich hätte nicht gedacht, dass korallrote Gladiatorensandalen schön aussehen können, dann auch noch zum weißen Spitzenkleid. Aber mir hat's gefallen...











Geniale Schuhe, wenn man sie wie die Lady hier punkig trägt. Der kurze Jeansrock ist leider nicht zu sehen, dafür das Tattoo aufm Fußreien. Nur finde ich ja, dass man in solchen Schuhen, v.a. wenn sie noch schwarz sind, die Nägel lackiert haben sollte. Und im Idealfall ohne so komische Pflästerchen am Knöchel auskommen sollte. Sonst doch mal nen Tag auf Flip Flops umsteigen.











Hmmmm, manche Styles machen mich nur noch sprachlos. Da konnte ich gar nimmer rein in die Bibliothek, sondern musste erstmal einen Kaffee trinken gehen.


Samstag, 18. Juli 2009

Style Control

Style Control #1:
Ich werde hier jetzt nicht unsolidarisch über minirocktaugliche Beine sinnieren. Nur darüber, dass oben irgendwie nicht zu unten passt. Mal wieder friere ich stellvertretend. Und wundere mich: wenn man schon einen Regenschirm dabei hat, hat man doch mit dem Regen gerechnet und wurde nicht fies davon überrascht. Warum dann SommerkleidCHEN und Flip Flops? Weil die so gut zum Regenschirm passen?





Style Control #2:
Das Gegenstück zu Vokuhila: Volahiku, aber mit steigender Tendenz. Ich überlege, was ich mit meinem Pony anstellen müsste, damit er so entschlossen nach oben steht. Antoupieren, Spray und Glanzgel drüber? Ob der wohl morgens dieses Dings da formte, dann in den Spiegel guckte und dachte 'hey, heute siehst du richtig gut aus'? Oder ist das ein politisches Statement?










Style Control #3:
Absolut minirock-bzw. shortstaugliche Beine (okay, jetzt doch...). Ich finde Cowboystiefel ja cool. 
Hätte ich solche Beine, hätte ich auch schon längst solche Stiefel.




Style Control #4:
Ach, wie süß. Eine Boxershorts voller bunter Peace-Zeichen. Da wird sich seine kleine Freundin bestimmt freuen. Wenn man dann mal auf ne Demo fährt (irgendwann nach dem 14. Geburtstag), muss man nur die Jeans ausziehen und ist sofort passend gekleidet. 

Donnerstag, 25. Juni 2009

In der heutigen Zeit ist es manchmal nicht leicht, ein Mann zu sein. Zumindest glaube ich das. Schließlich bin ich keiner. Aber sogar mir fällt auf, dass es immer wieder Situationen gibt, in denen ich mich als Frau bevorzugt fühle. Heutiges Beispiel: das Fitness-Studio meines Vertrauens, eigentlich eher eine Wellness-Oase mit angeschlossenem Trainingsbereich.

Im Untergeschoss gibt es einen traumhaften Saunabereich. Vorne, wo Swimmingpool und Whirlpool sind, werden die Besucher noch höflich dazu angehalten, doch bitte Badekleidung zu tragen. Hinter der Glastür herrscht jedoch die totale Nacktheit. In der Biosauna liegt man, ausgestrahlt durch helles farbiges Licht, das angeblich Wohlbefinden auslösen soll, aber eigentlich eher nach Kühlschrankleuchte aussieht, auf dem Präsentierteller, während man schwitzt. Die finnische Sauna ist dunkel und holzig, wie man es kennt. Zwar muss man beim Rein-und Rausgehen durchaus über fremde Brüste, Hintern und sonstige Körperteile klettern. Aber liegt man erst einmal im Dunkeln auf seinem Handtuch, kann man abschalten - natürlich nur, bis jemand über die eigenen Brüste klettert und man tiefe Einblicke in den Körper des Mitsaunierenden erhält. 

Im Hamam, dem Dampfbad, könnte man sich nicht einmal mehr theoretisch in sein Handtuch hüllen (so wie man es züchtigen Saunaprospekten kennt - würde man das jedoch wirklich machen, gälte man als pathologisch verklemmt) - es ist so tropfnaß in dieser dunklen Höhle, dass Nacktheit zwangsläufig scheint. Dort hat man die Wahl, ob man sich lang ausgestreckt auf dem heißen Stein in der Mitte ausbreitet (und damit viel Platz hat, aber auch beobachtet werden kann), oder ob man sich lieber auf die schmalen Steinsitze an der Seite des runden Raumes entlang setzt (und damit Ausblick auf den jeweiligen Luxuskörper, der sich grad in der Mitte räkelt). 

Neben den drei 'heißen' Räumen gibt es Kneippbecken, Tauchbecken, Duschen, warme gekachelte Liegen. In diesem ganzen Saunabereich laufen die Leute nackt herum. Und es ist hier viel angenehmer, eine Frau zu sein. Nicht nur, dass die meisten Männer aus Höflichkeit (oder Angst?) einem mehr Platz auf den Liegen einräumen und sich nicht neben einen quetschen. Nein, denn ich habe die Wahl. In der heutigen Zeit gilt Wahl, auf obama: choice, ja als der Maßstab jeder Freiheit des modernen Individuums. Ich als Frau habe die Wahl, auch oben im ersten Stock in die separate Frauensauna zu gehen. Die ist zwar kleiner und spartanischer, aber es gibt sie. Wenn ich nicht unten in der gemischten Sauna duschen möchte, gehe ich nach oben zu den Frauen. 

Aber die armen Männer. Wollen sie saunieren, müssen sie das wohl oder übel unter der Beobachtung sex-and-the-city-geschulter Frauenblicke. Hintern, Sixpacks oder Waschbärbäuche, alles wird abgecheckt. Besonders lustiges Beispiel ist das Duschen: drei Duschkabinen, aber alle nur durch Glasscheiben getrennt. Wenn ich mich als Frau entscheide, dort zu duschen, Haare zu waschen, mich in Ruhe abzutrocknen, wird es klar, wie verwirrt und verängstigt der moderne Mann doch eigentlich ist. Einerseits bemühen sich die meisten Männer, explizit NICHT zu mir zu schauen, wissen sie doch, dass dies von mir missbilligt werden könnte. Gar nicht gucken geht allerdings nicht, wenn man sich auf so engem Raum befindet. Das noch größere (oder kleinere...) Problem stellt sich den Männern jedoch in ihrer eigenen Positionierung unter der Dusche: meist drehen sie mir erst einmal den Rücken zu. Dann wird ihnen, so glaube ich, bewusst, dass ich nun schön in Ruhe auf ihren Po gucken kann. Also drehen sie sich abrupt um. Und merken, dass das auch nicht besser ist. Die Hände wandern vor den Schoß, fast schüchtern. Kopf nach vorne gebeugt, damit sie auf ihre Füße starren können. Wenn ich anfange zu lächeln, hauen sie ab. Sie wissen ja nicht, worauf es sich bezieht. Ja, es ist nicht leicht, heutzutage ein Mann zu sein.....Ist die Gleichberechtigung nun eher vollendet, wenn man die Frauensauna schließt oder wenn man den Männern eigene Schwitzräume für ihre mehr oder weniger ansehnlichen Bodies einrichtet? Feminismus ist ja so kompliziert.....

Sonntag, 17. Mai 2009

Style Control

Schön, dass es Sommer wird....


Style Control 1:
Mädels, ihr müsst euch schon entscheiden. Also entweder ihr wollt den Sommer an eure Füße lassen. Dann aber bitte OHNE Feinstrümpfe in die offenen Schuhe (das hat was von Hutzelomabäuerinnen, die ham auch immer Feinsöcken in ihren offenen Hausschuhen an). Und OHNE hautfarbene Füßlis (allein das Wort lässt einen erschauern). Also zumindest ohne sichtbare. Außer es sind gewollt sichtbare mit Pünktchen und Spitze (okay, darüber kann man auch streiten, wird schnell peinlich). Aber hautfarbene Füßlis sollten unsichtbar bleiben. Alles andere sieht furchtbar unprofessionell aus. Und überhaupt: wenn eure zarten Füßlein nicht mal eure Ballerinas vertragen - tja, die falschen Schuhe gekauft, würd ich sagen....

























Style Control 2:
Ach ja, back to nature ....
no comment
......














Style Control 3:
Auch wenns vermutlich Männer weniger stört - warum tut man sowas??? Man probiert das Oberteil an, dann sieht man, dass ca. zwei Drittel der BH-Fläche sich NICHT mit selbigem decken - und dann kombiniert man halt was anderes. So schwer? Sieht irgendwas zwischen billig, schlampig und ungekonnt aus.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Die Röhrenjeans war zugegebenermaßen sehr eng. Während sie leicht lispelnd am Handy mit 'Schatzi' war, zog sich die kleine Blondine in der Umkleidekabine des Fitnessstudios an. Sie hatte eine sehr sportliche Figur, kein Gramm Fett, das die Röhrenjeans zum Überlaufen gebracht hätte. Sähe ja auch nicht schön aus, wenn die Jeans nachher kneift. Dennoch glaube ich, dass zumindest ein kleiner Stringtanga noch drunter gepasst hätte. 

Samstag, 2. Mai 2009

1. Mai in Kreuzberg - Style










Freitag, 1. Mai 2009

In den öffentlichen Parks in Schöneberg entblättern die Herren der Schöpfung ihre Oberkörper. Keine Hemden, Pullis, Shirts auf irgendeiner Parkbank zu sehen: nur blanke Haut, ein paar vereinzelte Brusthärchen, Sixpacks leider nur als Begleitgetränk. Dennoch, ich finde das gut. Lediglich die Damen zieren sich noch...

Donnerstag, 25. September 2008

Going pink - Dramen des Alltags

Es wäre sexistisch zu behaupten, man müsse eine Frau sein, um zu verstehen, welch Drama sich am heutigen Abend abspielte. Nur dank der vorangegangenen Hamam-Session war ich zu schwummrig im Kopf, um nicht sofort auszurasten, als der Reißverschluss meines linken Stiefels kaputtging. Also saß ich halb angezogen in der Umkleidekabine des Fitness-Studios und überlegte, wie ich nach Hause kommen sollte. Okay, ich gebe zu, dass es nur 3min Heimweg sind. Und dass es schon dunkel war. Und dass ich noch meine Sportschuhe dabei hatte. Aaaaaber: Ausgerechnet heute trug ich einen knielangen grauen Tweedrock. Hautfarbene Strumpfhosen. Was ja eigentlich schon mal gar nicht geht - es sei denn, man hat schöne braune Lederstiefel, die fast bis an den Rocksaum reichen. Dann passt es wunderbar zu einem sonnigen, kühlen, aber noch nicht kalten Herbsttag. Wie heute. Meine Sportschuhe sind pink. Sehr pink. Und eben Sportschuhe. Ich finde, nur wenige Frauen können es sich leisten, Turnschuhe zu Röcken zu tragen - macht nun mal Stumpenbeine. Hätte ich wenigstens eine schwarze!!! Strumpfhose an. Nun, an dieser Stelle dachte ich, zugegebenermaßen nur kurz, an andere Dramen. Wie sich das als p.c.-Gutmensch gehört: weltweiten Hunger, Kriege und Giftmüll. Aber mit Dramen ist es wie mit der Wahrheit - alles relativ, immer schön kontextualisieren. Als Frau von Welt habe ich mich dann - nachdem ich die Möglichkeit verworfen hatte, mit meinen rosa Flipflops durch die Nobeleingangshalle zu stapfen, wo gutgebaute Jungs jetzt beim Vitamincocktail sitzen würden - entschieden, kein Opfer zu sein. Also die pinkfarbenen Turnschuhe. Zu dem Tweedrock und den hautfarbenen Strumpfhosen. Dann ein souveränes Gesicht aufsetzen und so tun, als trage man das jetzt so. Als mir jemand im Treppenhaus entgegenkommt, halte ich mir meinen großen schwarzen Rucksack direkt vor die Schienbeine. Beim Rausgehen auf die Straße hinten an die Waden. Total souverän, na bitte schön.

Übrigens blogge ich heute zum ersten Mal in meinem Leben. Ich dachte immer, der erste Eintrag müsste Substanz haben, Tiefgang. Ich bin froh, dass mir das so glänzend gelungen ist.