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Dienstag, 12. Januar 2010
Donnerstag, 26. November 2009
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LaMadame
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Mittwoch, 2. September 2009
Sonntag, 26. Juli 2009
Hiddensee
Die Ruhe hier macht mich wahnsinnig. Es mag ja sein, dass Leute bei Nichtstun wunderbar entspannen können. Und seltsamerweise kann ich auch problemlos ein ganzes Wochenende in Berliner Cafés rumhängen. Aber hier auf Hiddensee werde ich langsam nervös. Es ist ja nicht so, dass es hier nicht schön wäre. Schön. Nett. Idyllisch. Aber schon das ist hart an der Grenze. Ich fühle mich, als ob ich in einem Disneyland-Puppenhaus wäre. Alles total niedlich und weiß-hellblau und Holz und so. Der Friseur heißt 'Die Bö', der Buchladen 'Koralle'. Zuckerschock. In jedem Café werde ich von Sanddorn verfolgt. Nach 2 Stunden auf Hiddensee schwöre ich mir, nie wieder im Leben Sanddorn zu konsumieren. Ebenso Bernstein. Überall Bernstein. Ketten, Armbänder, Ringe. Das meiste davon unglaublich hässlich verarbeitet. Manche Stücke sehen aus wie türkische Süßigkeiten - Lokum mit Nüssen drin. Wenigstens sind die meisten Kellnerinnen, Inselmarktbediensteten und anderes 'Personal' gewohnt DDR-unfreundlich. Ein wenig Essig auf diese klebrig-süße Niedlichkeit. Auch gut. Wenn's schon keine Autos gibt.
Leider wurde die Ruhe hier nicht einmal durch die 'gefährlichen Tiere' gestört, vor der uns die Dame von der Biostation hier in einer umfangreichen Power Point-Präsentation gewarnt hat. Hiddensee ist das Australien Deutschlands - voller Giftschlangen (Kreuzottern!), fieser Insekten (Zecken) und Fabeltiere (Reineke Fuchs). Ich habe gelernt, dass Kreuzottern schwimmen können und sich letzten Sommer einer Wirtin im Wasser um die Wade gewickelt haben, um sie zu beißen. Dass jeder auf Hiddensee ständig Borreliose hat. Dass die Füchse sich mittlerweile fröhlich vermehren, weil die Tollwut hier ausgerottet ist.
Als es gestern sehr stark regnete und windete, hoffte ich auf ein schönes Foto von Kreuzottern, die an unserem Bungalow vorbeigeschwemmt werden. Umsonst - selbst die Giftschlangen weigern sich, mir meinen Urlaub ein wenig zu vergiften - dabei wäre dieses Gift gerade die schönste Süßigkeit....
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LaMadame
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Montag, 22. Juni 2009
Es hat heftig gewittert. Man sieht es an den tiefen Pfützen auf der Straße, in denen sich die Lichter der Stadt spiegeln. Alles um mich rum glitzert in bunten Farben, als ich mit dem Rad losfahre. Nur der Himmel ist dunkeltiefmegaschwarz. Die Luft ist viel wärmer als noch vor ein paar Stunden, irgendwie komisch. Und, wie so oft Sonntag nacht, fast keiner auf den Straßen. Zwischen Kreuzberg und Schöneberg begegnen mir vielleicht fünf Autos und fünfzehn Menschen. Es ist unglaublich ruhig. Von der Brücke aus der Panoramablick auf den Potsdamer Platz, das Sony Center, ganz weit hinten der Fernsehturm. Auch alles in bunten, leuchtenden Farben vor dem nächtlichen Gewitterhimmel. Tiefe Stille. Manchmal ist Berlin einfach nur wunderschön.
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